Schulprojekte für die Älteren

Die Photonik Branche kooperiert mit Schulen

Die Photonik Branche engagiert sich sehr stark, bereits Schüler für das Thema Licht in Technik und Wissenschaft zu interessieren und bietet gemeinsame Schulprojekte an.Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ziehen hier an einem gemeinsamen Strang.
Ob Unternehmen aus der Region ein Hightech-Produkt für den anschaulichen Unterricht zur Verfügung stellen, Firmen zu Werksbesichtigungen oder Praktika einladen oder auch ganze Schüler-Projektwochen und -tage an Universitätsinstituten oder in Forschungslabors der Privatwirtschaft stattfinden – vieles ist möglich.

Bist auch du an einem Schulprojekt interessiert, sprich einfach die Unternehmen und Institute in deiner Region an. Auch die regionalen Kompetenznetze Optische Technologien können hier vermitteln.
Im Rahmen der „Innovationsliga“ wurden bereits an die tausend Partnerschaften und gemeinsame Aktivitäten von Unternehmen und Forschungsstätten der Optischen Technologien mit Schulen in der Region angeregt.
Viele dieser Schulprojekte sind unter http://www.expedition-licht.de/ veröffentlicht. Eine kleine Auswahl findet ihr hier:

Auswahl diverser Schulprojekte

Expertenbesuch

Wärmebildaufnahmen in einem spannenden Physikunterricht
Wärmebildaufnahme von einer Schülergruppe

Wärmebildaufnahme der Schulklasse des KKG (Quelle InfraServ Gendorf Technik GmbH)

Ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera kam Herr Meßner von der InfraServ Gendorf Technik GmbH Burgkirchen ans Karlmann-Gymnasium in Altötting. Mit dieser Kamera kann man die unterschiedlichen Temperaturen von Gegenständen mit Hilfe von infrarotem Licht sichtbar machen. So kontrollierte er zusammen mit den achten Klassen ob die sanierten Fassaden der Schule zu viel Wärme abgeben.
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren an diesem Tag viel über die verschiedenen Einsatzgebiete einer solchen Kamera, die beispielsweise zum Aufdecken von Schwachstellen bei Fotovoltaikanlagen oder an Flughäfen zur Erkennung der Körpertemperatur von Passagieren eingesetzt werden.

Dieser ganz andere Physikunterricht wurde durch Georg Sterflinger von der Dyneon GmbH möglich gemacht und von Hans Lechner vom König-Karlmann-Gymnasium betreut.

Projektpartner

König-Karlmann-Gymnasium in Altötting; http://www.koenig-karlmann-gymnasium.de/
Industriepark Werk GENDORF- Dyneon GmbH, 84508 Burgkirchen; http://www.gendorf.de/index.php?id=24

Weitere Informationen

http://www.koenig-karlmann-gymnasium.de/warmebild-bei-frost/

Ansprechpartner

Markus Meßner
Infraserv Gendorf Technik GmbH,
Industrieparkstraße 1, 84508 Burgkirchen
Tel.: +49 (0) (8679) 7 – 5157
Fax: +49 (0) (8679) 4545
E-Mail: markus.messner@Infraserv.Gendorf.de

Unternehmensbesuch

Herstellung von LEDs
Gruppe von Schülern in Schutzanzügen

Besuch in Reinraum 2 (Quelle MINT-EC)

Die LEDs werden als Lichtquelle der Zukunft bezeichnet. Ohne Laserdioden geht in der heutigen Photonik fast gar nichts mehr. Aber wie werden Leuchtdioden hergestellt, wie arbeitet es sich in einem Reinraum? Zu diesen und vielen weitere Fragen machten sich Schüler aus ganz Deutschland bei der viertägigen Veranstaltung zum Thema „Vom Quarzsand zum Mikrochip“ von der Hochschule Regensburg (HS.R), des Goethe-Gymnasiums und MINT-EC e.V. schlau.

Da moderne Leuchtdioden heutzutage mit klassischen Halbleiterprozessen hergestellt werden, gab es zu Beginn eine Vorlesung zum Thema „Vom Quarzsand zum Mikrochip“ von Andrea Stich unter Mithilfe von Michael Fügl (beide Infineon). Darauf folgten Laborbesuche und Informationen aus der Mikrosystemtechnik von Prof. Dr. Alfred Lechner und Prof. Dr. Ernst Wild.

Damit die Praxis nicht zu kurz kommt besuchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen außerdem die ortsansässigen Firmen Infineon Technologies AG, Maschinenfabrik Reinhausen und Osram Opto Semiconductors GmbH. Hier erfuhren sie, wie die Herstellung von Leuchtdioden in einem Großunternehmen verortet ist.

Schüler, Studenten und Dozenten in Schutzanzügen

Besuch in Reinraum (Quelle MINT-EC)

Abgerundet wurde der Besuch in Regensburg durch einen Empfang im Rathaus und einem abendlichen Kneipen- und Altstadtbummel und einer Stadtführung. Hier begleiteten die Gäste Schüler und Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums sowie Studierende der HS Regensburg.

Das MINT-Camp haben das Goethe-Gymnasium, MINT EC und die Hochschule Regensburg gemeinschaftlich geplant und organisiert.

Projektpartner

24 Schülerinnen und Schüler des MINT-EC aus dem gesamten Bundesgebiet; Hochschule Regensburg, Goethe-Gymnasium, Infineon Technologies, Maschinenfabrik Reinhausen und OSRAM Opto Semiconductors.

Weitere Informationen

Goethe-Gymnasium Regensburg

http://www.mint-ec.de/

Ansprechpartner

Johannes Brattke
Geschäftsstelle Verein MINT-EC
Poststraße 4/5, 10178 Berlin
Tel.: +49 (30) 400067.34
E-Mail: Brattke(at)mint-ec.de

Uniprojekttage

Schülerlabor PhotonLab – Experimente zur Optik und Photonik
Zwei Schüler beim Aufbau eines Experiments im PhotonLab

Hier kann man selbst Hand anlegen und die Geheimnisse der Optik erleben (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Seit ihrer Entdeckung vor gut 50 Jahren hat die Laserphysik einen beeindruckenden und einmaligen Siegeszug angetreten. Trotzdem hat diese Schlüsseltechnologie nur in geringem Maß Eingang in den Lehrplan gefunden. Tiefere Einblicke in die Laserphysik und vor allem eigenes Experimentieren mit Lasern ermöglicht jetzt der Exzellenzcluster „Munich-Centre for Advanced Photonics“ im neu gegründeten Schülerlabor „PhotonLab“.

Silke Stähler-Schöpf mit zwei Schülerinnen bei der Durchführung eines Experiments

Unterstützung von Silke Stähler-Schöpf (rechts) gibt es immer (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Das „PhotonLab“ bietet im Moment etwa 15 Schülern gleichzeitig die Möglichkeit, gefahrlos eine Reihe eigener Experimente durchzuführen. Beispielsweise können die Schüler mit einem Laser die Dicke des eigenen Haares oder die Speicherkapazität einer CD oder DVD messen. Ein besonderes Highlight ist, Musik mit Licht zu transportieren und in einer anderen Ecke des Labors wieder abzurufen. Mit einem Interferometer können die Schüler die Wellenlänge eines Lasers bestimmen und dabei hautnah erfahren, wie sehr sich das Interferenzbild bereits durch geringe Längenänderungen verändert. Außerdem steht ein Demonstrations-He-Ne-Laser zur Verfügung, der das Prinzip eines Lasers anschaulich und effektiv zeigt. Vorwiegend Demonstrationszwecken dient ein Femtosekundenlaser, der auch in der Forschung eingesetzt wird. Weitere Experimente zu Polarisation und Quanteneffekten sind geplant.

Zwei ältere Schülerinnen beim Experimentieren mit dem Interferometer

Interferometer – so kann man kleinste Abstände messen (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Klassen haben meist mehr als 15 Schüler, deshalb ist das Programm zweigeteilt. Die Leiterin des PhotonLab, Dr. Silke Stähler-Schöpf, führt zunächst in einem kurzen Vortrag in das Thema „Laser“ ein, danach geht eine Hälfte der Klasse zum Experimentieren. Die andere Hälfte der Klasse darf schon mal einen intensiven Blick in eines der Forschungslabore werfen, die großen Laseranlagen sehen und erfährt Genaueres über die Forschung, an der die Physiker dort arbeiten. Zudem ergibt sich da auch die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einem der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Danach wird getauscht, so dass trotz begrenzter Kapazität alle Schüler selbst experimentieren können. Das gesamte Programm nimmt zwischen drei und vier Stunden ein.

Neben den Experimenten für ganze Schulklassen können auch einzelne Schüler unter Aufsicht ihre Experimente für ihre W-Seminar-Arbeiten durchführen. Außerdem bietet die Leiterin für interessierte Schüler Praktika in den Ferien an. Fortbildungen für Lehrer sind selbstverständlich auch im Angebot.

Der Exzellenzcluster hat ein umfangreiches Programm für Schüler auf den Weg gebracht. Das PhotonLab ist nicht das einzige Angebot, denn es gibt darüber hinaus noch eine Reihe Vorträge mit Laborführung, für die sich engagierte Wissenschaftler seit Jahren gerne zur Verfügung stellen. Sowohl Vorträge wie Besuche im Schülerlabor sind kostenfrei und können nach Absprache jederzeit gebucht werden. Das Schülerlabor befindet sich im Max-Planck-Institut für Quantenoptik auf dem Forschungscampus Garching und ist gut mit der U-Bahn zu erreichen (U6 Endstation).

Projektpartner

Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse
Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München – www.physik.uni-muenchen.de
Max-Planck-Institut für Quantenoptik – www.mpq.mpg.de/cms/mpqhome/index.html

Weitere Informationen

http://www.munich-photonics.de/1/

Ansprechpartner

Dr. Silke Staehler-Schoepf, Leitung des Schülerlabors
Schülerlabor PhotonLab am Max-Planck-Institut für Quantenoptik
Tel.: +49 (89) 289-14169 (Büro) / +49 (89) 32905 197 (Labor)
E-Mail: Staehler-Schoepf@physik.uni-muenchen.de