Make Light: Arduino-Workshop für Schülerinnen und Schüler – deutschlandweit

Über 200 „Make Light“ Arduino-Kisten für Schülerlabore

Bild 1: Das InfoSphere-Team präsentiert die frisch eingetroffenen Kisten für den Workshop „Informatik enlightened – Was Blumen, Autos und Solarzellen verbindet“. © InfoSphere Aachen

Stolz steht dasInfoSphereTeam (Informatik-Schülerlabor in Aachen) hinter einem Berg aus über 200 aufgetürmten grauen Kisten. In diesen stecken Komponenten wie Arduino-Boards, Steckverbindungen, Widerstände, Sensoren und jede Menge LEDs. Kurz gesagt: einfach alles, was man für die zukünftigen Make Light-Workshops mit Arduino so braucht.

Das InfoSphere-Team um Nadine Bergner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der RWTH Aachen, hat das Konzept „Informatik enlightened – Was Blumen, Autos und Solarzellen verbindet“ als Workshop erarbeitet, um mit Arduino-Mikrokontrollern Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland die Photonik näher zu bringen. Nadine erklärt die Idee hinter dem Konzept:„Da man ja bekanntlich durch Selbermachen am besten lernt, steht hier nicht das Lesen im Vordergrund, sondern das Machen. Wie? Mit Arduino-Mikrocontrollern, einer Menge LEDs, vielen weiteren Teilen rund um das Thema Licht – und viel Spaß!“

Arduino, Steckboard, Taschenlampe, USB-Kabel und jede Menge Komponenten nach Stationen sortiert: In der grauen Kiste ist alles übersichtlich enthalten, was man für den Arduino-Workshop im Rahmen der BMBF-Initiative „Make Light“ benötigt. © InfoSphere Aachen

An insgesamt vier Stationen bauen die Schülerinnen und Schüler in ungefähr fünf Stunden dann mit Hilfe eines Helligkeitssensors eine Blume nach, die sich nach dem Lichtstrahl einer Taschenlampe ausrichtet, eine Infrarot-Einpark-Hilfe für einen kleinen Papp-Lastwagen die mit Piepstönen die Nähe zu einem im Weg stehenden Objekt hörbar anzeigt, zwei Infrarot-Lichtschranken, die zur Geschwindigkeitsmessung mit Start- und Stopp-Schranke verwendet werden sowie eine bunte RGBLED, die als Thermometer mit Hilfe von Farben die Temperatur anzeigt.

Leichte Vorkenntnisse in der Programmierung sind zwar vorteilhaft aber nicht nötig. An einer „Station Null“ werden die Schülerinnen und Schüler zuerst mit Arduino, dem zugehörigen Steckboard samt Komponenten und der einfachen Programmierung vertraut gemacht. Erst danach geht es an die richtigen Stationen.

Der Workshop ist Ende 2013 im Rahmen einer Kooperation des InfoSphere mit dem FabLab der RWTH Aachen und der Make Light-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt worden. Das InfoSphere-Team hat das Konzept stetig weiterentwickelt und ausgearbeitet. Am 14. Dezember 2013 fand ein erster Testlauf mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl aus den Reihen der (angehenden) Lehrkräfte, als auch der Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 11 statt. Mit den dort gesammelten Erfahrungen konnte der Workshop noch verfeinert werden. Ein allererster Testlauf ausschließlich mit Schülerinnen und Schülern fand am 8. März 2014 im InfoSphere statt.

Bei Stefan Watterott, einem führenden Anbieter für Maker-Zubehör (wie eben Arduino und allem drum herum) entstanden die Kisten als Sonderanfertigung, in denen alle benötigten Materialien für den Workshop enthalten sind. Alle Kisten werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Make Light-Initiative gefördert.

Wie geht es weiter? Die kleinen grauen Kisten finden jetzt auch ein Zuhause in den anderen Informatik-Schülerlaboren in ganz Deutschland. Und am InfoSphere in Aachen gibt es neben dem Workshop für Schülerinnen und Schüler auch eine Lehrerfortbildung, die Lehrkräfte in die Lage versetzt ähnliche Projekte auch in ihrer Schule (sei es im Informatikunterricht oder in AGs) zu etablieren. Seit Anfang 2014 ist dieses Modul zur Buchung durch Lehrkräfte freigeschaltet.