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Die Welt verbessert – dank des Engagements von 23 Jugendlichen

Im Osterferiencamp im InfoSphere Aachen bauten die Schülerinnen und Schüler eine Jacke mit Blinkern, eine Automation fürs Haus und einen davon rollenden Tresor.

Von Nadine Bergner / Schülerlabor Informatik InfoSphere Aachen

Der Kurs von schräg oben fotografiert

23 Schülerinnen und Schüler kamen zum dreitägigen „Informatik-Feriencamp für Weltverbesserer“ ins InfoSphere nach Aachen. Bild: InfoSphere Aachen

Los ging es dann erst einmal mit einen Kennenlernphase, denn die Jugendlichen der Klassenstufen 8 bis Q2 (Stufe 12) kamen aus ganz unterschiedlichen Ecken. Zwei Mädels nahmen sogar den langen Weg von Berlin auf sich, um dabei zu sein. Zwei andere Mädels reisten aus Brüssel an. Als alle sich und das 6-köpfige Betreuerteam ein wenig besser kennengelernt hatten, ging es darum auch den Arduino-Mikrocontroller, welcher die nächsten drei Tagen genutzt werden sollte um die Welt zu verbessern, näher kennen zu lernen.

Auf die Entdeckungstour der Möglichkeiten, aber auch Grenzen dieses Mikrocontrollers begaben sich die Jugendlichen in Zweierteams mittels der Stationen „Sonnenblume“, „Einparkhilfe“, „Farbthermometer“ und „Geschwindigkeitsmessung“ (diese sind übrigens auch Bestandteil unseres eintägigen Moduls „Informatik Enlightened„).

Nachdem die ersten Kabel gesteckt und Sensoren programmiert waren, ging es an die eigenen Projekte. Bevor es an die Umsetzung ging wurden aber erst einmal Skizzen gezeichnet, Ziele gesteckt und Pläne geschmiedet. Nach einem gemeinsamen Grillen und geschätzten 10.000 Runden Werwölfe (das ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem ein Teil der Gruppe Werwölfe sind, die versuchen das Dorf nachts das Dorf auszulöschen ohne erwischt zu werden) ging es dann zum Übernachten ins Aachener Hostel.

Zwei Mädchen basteln und programmieren

Nach einem Einführungsworkshop bauten die Jugendlichen in Teams ihre eigenen Projekte. Bild: InfoSphere Aachen

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück gestärkt an die eigenen Projekte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauten, bastelten und programmierten ihre Ideen zur Verbesserung der Welt. Nikolas und Lisa beispielsweise entwickelten eine Jacke mit Blinkern für Radfahrer. Mit zwei Druckknöpfen in den Ärmeln können Radfahrer ihren geplanten Abbiegevorgang anzeigen. So möchten die beiden in Zukunft Unfälle mit Radfahrern vermeiden.

Ein anderes Team, bestehend aus Nele, Marlene und Christina, bauten ihre eigene Hausautomation. Die Idee bestand in einem Temperatursensor, der in eine Türklinke eingebaut wurde, um diese zu öffnen sobald ein Mensch (mit Körpertemperatur) dieses berührt. Diese Vorrichtung könnte später durch einen Fingerabdrucksensor erweitert werden, so dass auch wirklich nur die Personen eingelassen werden, denen das Haus gehört.

Aber auch ein autonom fahrendes Fahrzeug, ein Lärmpegelmessgerät und eine Anzeige für Musiktexte bei laufender Musik waren dabei. Besonders kreativ war auch die Idee eines rollenden Tresors, welcher sich bei falscher Passworteingabe einfach aus dem Staub macht.

Tisch, an dem die Jugendlichen fleißig programmieren und basteln, von oben fotografiert.

Neben den vielen elektronischen und normalen Bauteilen ist ein Arduino-Mikrocontroller das Herzstück, dessen Eigenschaften am Computer programmiert werden. Bild: InfoSphere Aachen

Um nicht nur die Informatik sondern auch die Stadt Aachen sowie die RWTH zu entdecken, fand nachmittags bei strahlendem Sonnenschein eine Stadtrallye statt. Neben verschiedenen Fragen, hatten die Teams auch die Aufgabe, einen Apfel und ein Ei höchstmöglich einzutauschen sowie ein kreatives Gruppenfoto zu schießen. Auch am Donnerstag endete der Tag wieder mit einem gemeinsamen Abendprogramm. Anschließend fielen dann alle doch (zumindest) etwas ausgepowert ins Bett.

Freitag ging es dann in den Endspurt. Die Projekte mussten fertig werden und auch noch die Abschlusspräsentation erstellt werden. Denn um 15 Uhr kamen Eltern, Geschwister und auch die lokale Presse zur großen Abschlusspräsentation. Die sechs Teams präsentierten ihre Projekte dem Publikum und erhielten, auch wenn nicht immer alles komplett fertig gestellt werden konnte, für ihre Ideen großen Applaus.

Nachdem um 16 Uhr der Spuck vorbei war, schaute das gesamte InfoSphere-Team zufrieden auf anstrengende, spannende und sehr spaßige drei Tage Feriencamp zurück (und schliefen sich erst einmal am Wochenende aus :-)).

Auf der Webseite der Aachener Nachrichten ist sogar ein Presseartikel mit einem kleinen Video über das Feriencamp zu entdecken.

Eingerahmte Urkunde

Das Team des Schülerlabors Informatik in Aachen hat vor ein paar Monaten für das Informatik Feriencamp den mit 10.000 Euro dotierten Code Week Award gewonnen. Bild: InfoSphere Aachen

Im Februar 2015 hat das Informatik Feriencamp den mit 10.000 Euro dotierten „Code Week Award“ gewonnen. Der „Code Week Award” zeichnet Projekte aus, die jungen Menschen den Umgang mit digitalen Technologien und den Spaß am Programmieren näherbringen. Die Durchführung des Feriencamps wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Make Light-Initiative unterstützt.

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