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Bundesforschungsministerin Wanka prämiert Make Light Gewinnerprojekte auf Hannover Messe

Gruppenfoto

Was für ein aufregender Tag für die drei aktuellen Gewinner des Make Light Wettbewerbs! Am 13. April wurden sie auf der Hannover Messe von einem prominenten Gast ausgezeichnet: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka höchstpersönlich. Die Bundesministerin prämierte auf der Leitmesse „Research & Technology“ die ersten drei Siegerprojekte des Do-it-Yourself Wettbewerbs rund um das Thema Licht auf der Bühne des tech transfer Forums in Halle 2.

In ihrer Rede zur Prämierung der Make Light-Gewinnerprojekte lobte Frau Wanka den Mut der Maker, „sich einfach an Dinge ran zu wagen“. Als beeindruckendes Beispiel nannte sie die Initiative eines Mannes, der nach einem Unfall zwei Finger verlor und sich eine Fingerprothese mit einem 3D-Drucker herstellte. Anschließend richtete sie noch einen Appell an den Nachwuchs, denn: „so viele Chancen gab es noch nie!“. Ministerin Wanka beendete ihre Rede mit einem Zitat von Justus von Liebig: „das Geheimnis aller Erfinder ist, nichts als unmöglich anzusehen“.

Als Moderator führte Daniel Bachfeld, Chefredakteur des MAKE Magazins Deutschland (ehem. c’t Hacks) durch die Auszeichnung der Gewinner. Den ersten Platz belegte Mario Lukas mit seinem „LUMICATOR“, einem Tisch zur virtuellen Kommunikation wie aus einem Sci-Fi-Film. Andreas Pagel kam mit seinem Projekt „LIY – Light it Yourself, iBeacon Lichtsteuerung“, einer intelligenten Lichtsteuerung, auf den zweiten Platz. Das Team „SenseBox“ belegte mit einer Photonik-Ausgabe der mobilen Sensorstation zur Messung von Wetter- und Umweltdaten den dritten Platz.

Die Gewinner erhielten symbolisch einen Kofferanhänger für ihre Gewinne: Eine Reise zu zur Bay Area Maker Faire (1. Platz), zur Maker Faire UK nach Newcaslte (2. Platz) und zur Maker Faire Hannover (3. Platz).

Im Anschluss an die Siegerehrung besuchte Ministerin Wanka den Messestand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, um sich die Siegerprojekte des Make Light Wettbewerbs noch einmal live von den Machern demonstrieren zu lassen.

  1. Der LUMICATOR von Mario Lukas
Bundesministerin im Gespräch mit Mario auf der Messe. Zwischen ihnen ein quadratischer schwarzer Kasten, viele Leute im Hintergrund.

Bundesministerin Johanna Wanka mit Mario Lukas, dem Erstplatzierten des Make Light-Wettbewerbs am „Lumicator“, einem Hologramm-Tisch. Bild: BMBF, Fotograf: Leo Seidel

Den ersten Platz des Wettbewerbs belegt Mario Lukas mit seinem „LUMICATOR“. Der LUMICATOR ist ein „Holografie“ Tisch, über den man – wie in einem Science-Fiction Film – kommunizieren kann. Darüber hinaus kann der Tisch Programme über eine selbst entwickelte Smartphone-App abspielen, wie etwa eine „holografische“ Feuerstelle, oder kann per Geste gesteuert werden. Das hier verwendete Prinzip wird als „Fogscreen“ bezeichnet: Ein geschickt im Tisch versteckter Projektor wirft das Bild auf eine feine Wand aus Wasserdampf. Durch Luftbewegungen entsteht so ein scheinbar dreidimensionales Bild, das zu schweben scheint.

„Ich freue mich sehr, dass ich den Titel in diesem Jahr verteidigen konnte. Natürlich bedanke ich mich bei Allen für den Zuspruch und die unfassbar vielen Likes, die ich für das Projekt erhalten habe. Ich werde das Projekt neben der Hannover Messe auch zur Maker Faire Hannover 2015 mitbringen, so dass man es dort ebenfalls live sehen kann“ erklärt der glückliche Gewinner.

 

  1. LIY – Light it Yourself von Andreas Pagel
Andreas mit Bundesministerin im Gespräch. Rechts in der kompletten Bildhälfte eine runde, aus weißen Struckturen zusammen gesetzte Lampe.

Andreas Pagel ist für seine intelligente Lampensteuerung mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden. Bild: BMBF, Fotograf: Leo Seidel

Auf dem zweiten Platz wird Andreas Pagel für sein Projekt „LIY – Light it Yourself, iBeacon Lichtsteuerung“, einer intelligenten Lichtsteuerung für Zimmerlampen, ausgezeichnet. Mit Hilfe von intelligenten LED-Leuchten, einer selbst entwickelten App für das Smartphone, kleinen Bluetooth-Funksendern (iBeacons) und Mikrocontrollern hat er eine automatische Lichtsteuerung basierend auf einer Art „Indoor- GPS“ realisiert. Diese erkennt, wo sich der Nutzer mit seinem Smartphone befindet und schaltet die Lampen automatisch ein, wenn der Besitzer sich mit seinem Smartphone nähert, oder aus, wenn dieser den Raum verlässt.

„Ich freue mich sehr, dass ich im Rahmen dieses Wettbewerbs den zweiten Platz erzielt habe. Vielen Dank an alle, die für mein Projekt abgestimmt haben. Glückwunsch und Lob auch an alle anderen Teilnehmer, es waren durchgehend tolle und kreative Projekte dabei! Ich möchte auch gerne dem Bundesministerium für Bildung und Forschung danken. Ich finde es toll, dass das Ministerium die Maker-Szene in Deutschland so engagiert unterstützt – u.a. mit schönen Aktionen wie z.B. dem Make Light Stand auf der Maker Faire in Hannover. Das hilft und half mir persönlich sehr, neue Maker kennenzulernen, Wissen zu teilen und dass meine eigenen DIY-Exponate und -Projekte auch mal das Licht des „Bastelkellers“ verlassen“ freut sich Andreas Pagel.

  1. SenseBox Photonik vom Team SenseBox
Zwei Männer hinter einem weißen Tisch, auf dem viele elektronische Kleinteile stehen.

Jan Wirwahn (re.) nahm für die „SenseBox Photonik“ den Preis für den dritten Platz entgegen. Bild: BMBF, Fotograf: Leo Seidel

Das Team des Forschungs- und Schülerlabors GI@School am Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurde mit der auf Arduino basierenden „SenseBox Photonik“ von der Community auf den dritten Platz gewählt. Das Photonik-Upgrade für die kleine, mobile DIY-Sensorstation enthält beispielweise ein UV-Sensor, eine Kamera und einen Lichtsensor. Als echtes Citizen-Science-Projekt können damit alle Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere auch Schulen Umweltdaten wie z. B. Klima, Luftqualität, UV-Strahlung, Lichtverschmutzung und vieles mehr positionsbezogen messen. Die Daten werden automatisiert in einer Karte eingetragen und im Internet als Open Data bereit gestellt. Durch die Verknüpfung der OpenSenseMap mit vielen SenseBoxen deutschlandweit – oder gar weltweit -, kann so ein beliebig dichtes Photonik-Sensornetzwerk aufgebaut werden.

Das SenseBox Team ist über die Auszeichnung begeistert: „Wir freuen uns sehr über den 3. Platz und die Möglichkeit, neben der Hannover Messe auch auf einer Maker Faire in Deutschland teilzunehmen. Wir hoffen, dass unser Projekt so noch bekannter wird und mehr Menschen sich eine SenseBox basteln und etwas zur Wissenschaft beitragen werden.“ Für die SenseBox Photonik hat die Reise gerade erst begonnen: Die kleine Sensorstation nimmt am „Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil. Die ersten Ergebnisse können sich jetzt schon sehen lassen: Seit dem Start der SenseBox Photonik im Februar auf der Didacta verzeichnet die OpenSenseMap bereits über 30 Millionen Messwerte von rund 70 Messstationen deutschlandweit.

Der Make Light Wettbewerb

Der seit 2013 jährlich stattfindende Make Light Wettbewerb ist ein Wettbewerb für moderne Bastler (Maker), in dem es um Lichtprojekte geht. Dabei können die Maker für ihre Projekte optische Komponenten aller Art, z. B. optische Sensoren (wie etwa UV-Sensoren, Lichtsensoren oder Infrarotsensoren), LEDs, Kameras oder Laser, verwenden. Alle Projekte sind, wie in der Maker-Szene üblich, Do-it-Yourself-Projekte und zum Nachbau für jedermann zugänglich online dokumentiert.

Der Make Light Wettbewerb ist ein offener Online-Wettbewerb, die Jury ist die gesamte Netz-Community. Über soziale Netzwerke kann jeder während einer mehrwöchigen Voting-Phase für sein persönliches Lieblingsprojekt abstimmen. Die Projekte mit den meisten „Likes“ gewinnen.

Der Make Light Wettbewerb ist Teil der Make Light Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit der Koordination und Durchführung der Initiative hat das Bundesministerium die VDI Technologiezentrum GmbH beauftragt. Seit 2012 setzt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der Make Light Initiative dafür ein, die Photonik möglichst vielen technikaffinen Kreisen näherzubringen, Menschen zu inspirieren und die technische Kreativität zu fördern.

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